Vermögensaufteilung bei Scheidung: Das Haus und die Hilfe der Schwiegerfamilie

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Hausaufteilung nach der Scheidung: Zählt die Hilfe der Schwiegerfamilie am Ende doch nicht „halb-halb“?

Bei der Vermögensaufteilung bei Scheidung entstehen oft heftige Konflikte um das gemeinsame Haus: Der Vater schenkt das Geld für das Grundstück, Freunde helfen am Bau, der Keller steht schon vor der Hochzeit – und Jahre später heißt es bei der Trennung plötzlich: Wer bekommt das Haus und wie viel muss bezahlt werden?

Genau an dieser Frage entzünden sich in der Praxis besonders harte Konflikte. Denn ein Einfamilienhaus ist selten nur mit Bankkredit entstanden. Oft steckt darin auch Familienhilfe: Bargeld von den Eltern, Material aus dem Bekanntenkreis, unzählige Arbeitsstunden von Verwandten und dazu Eigenleistung eines Ehegatten. Wenn die Ehe scheitert, wird dann schnell gestritten, ob all das einfach im gemeinsamen Vermögen aufgeht oder ob bestimmte Beiträge einer Seite gesondert zu berücksichtigen sind.

Eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zeigt sehr deutlich: Bei der Aufteilung einer Ehewohnung darf man solche Beiträge nicht grob über einen Kamm scheren. Vor allem Geschenke von dritter Seite, Arbeitsleistungen von Angehörigen und schon vor der Ehe geschaffene Bauteile müssen rechnerisch sauber erfasst werden. Zur vollständigen OGH-Entscheidung.

Vom geschenkten Grundstück bis zum fertigen Haus: So entscheidet ein Rechtsanwalt in Wien

Ein Paar kaufte noch vor der Hochzeit gemeinsam ein Grundstück. Bezahlt wurde der Kaufpreis allerdings nicht aus eigenen Ersparnissen, sondern mit einem Geschenk des Vaters des Mannes. Noch bevor die Ehe geschlossen wurde, errichtete der Mann den Keller im Rohbau weitgehend selbst.

Erst während der Ehe entstand darauf das Einfamilienhaus. Der Mann investierte viel Eigenleistung, dazu kamen Geldleistungen und Mithilfe aus seiner Verwandtschaft und seinem Freundeskreis. Auch Bankkredite flossen in den Bau. Die Ehefrau arbeitete ebenfalls mit, konnte aber wegen ihres Berufs weniger Zeit in die Baustelle stecken. Bei der Vermögensaufteilung bei Scheidung spielen diese Beiträge eine Rolle.

Warum „gemeinsames Haus“ nicht automatisch gleiche Aufteilung bedeutet

Bei der Vermögensaufteilung bei Scheidung kommt es nicht nur darauf an, wem etwas formal gehört. Entscheidend ist auch, was während der Ehe geschaffen wurde und welche Vermögensbestandteile einem Ehegatten schon vorher oder aufgrund besonderer Zuwendungen persönlich zuzurechnen sind.

Geschenke, Verwandtenhilfe, Kellerrohbau: Was vorweg abzuziehen ist

Der OGH hielt fest: Bei der Vermögensaufteilung bei Scheidung sind verschiedene Beiträge unterschiedlich zu berücksichtigen.

Wann diese Frage in Trennungen besonders brisant wird

Die Rechtsprechung zur Vermögensaufteilung bei Scheidung ist insbesondere relevant, wenn folgende Situationen vorliegen:

Was Betroffene jetzt sichern sollten

Für eine gerechte Vermögensaufteilung bei Scheidung bzw. Aufteilung des Hauses sind folgende Schritte notwendig:

FAQ: So wird nach einer Scheidung oft tatsächlich gegoogelt


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Dr. Clemens Pichler

Rechtsanwalt | Spezialist für Familienrecht & Scheidungsrecht in Wien

Dr. Clemens Pichler ist eingetragener Rechtsanwalt in Wien und Gründer der
Pichler Rechtsanwalt GmbH mit Kanzlei in 1010 Wien.
Er begleitet sowohl Männer als auch Frauen durch alle Phasen einer Scheidung –
von der einvernehmlichen Scheidung über streitige Scheidungsverfahren bis hin zu
Obsorge, Unterhalt und Aufteilung des ehelichen Vermögens.

Seit der Kanzleigründung im Jahr 2008 hat Dr. Pichler bereits hunderte Mandanten
in Familienrechtssachen vertreten und Scheidungen vor den Bezirksgerichten
abgewickelt – sowohl einvernehmlich als auch in strittigen Scheidungsverfahren.

Er ist Autor zahlreicher juristischer Fachpublikationen, unter anderem im
Österreichischen Anwaltsblatt, den Fachzeitschriften
ecolex und Recht der Wirtschaft sowie Gastautor in den
Tageszeitungen Die Presse und Der Standard.

Seine wissenschaftlichen Aufsätze werden vom Obersten Gerichtshof (OGH) zitiert,
und er hat als anwaltlicher Vertreter von Parteien zahlreiche Fälle vor dem
Höchstgericht erwirkt.

Seine Expertise im Familienrecht und Scheidungsrecht basiert auf langjähriger
Prozesserfahrung vor österreichischen Familiengerichten sowie auf aktueller
OGH-Rechtsprechung im Familienrecht.

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