Pflegeregress auf dem Haus trotz Verbot: Impakt auf Vermögensaufteilung bei Scheidung

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Pflegeregress auf dem Haus trotz Verbot? Warum alte Pfandrechte seit 2018 ins Wanken geraten

Stellen Sie sich vor, auf Ihrem Hausanteil lastet ein gerichtliches Pfandrecht wegen Pflegeheimkosten – und obwohl das Thema Jahre zurückliegt, schmälert diese Belastung noch immer Ihr Vermögen. Genau an diesem Punkt wird das Thema für viele Familien plötzlich existenziell: bei einer Scheidung, bei der Vermögensaufteilung bei Scheidung, oder wenn das frühere gemeinsame Zuhause verkauft werden soll.

Der Pflegeregress beschäftigt nicht nur Menschen, die selbst mit Pflegekosten konfrontiert sind. Er spielt auch dort hinein, wo Vermögenswerte sauber getrennt, bewertet oder veräußert werden müssen. Gerade im Familienrecht ist das entscheidend: Eine Forderung, die auf einer Liegenschaft lastet, kann die Vermögensaufteilung massiv beeinflussen – vorausgesetzt, sie besteht überhaupt noch zu Recht.

Als das Pfandrecht schon im Grundbuch stand, war die Sache noch nicht vorbei

Eine Frau sah sich mit einer Forderung der Behörde konfrontiert: Pflegeheimkosten sollten zurückgezahlt werden. Zur Sicherung dieser Forderung wurde 2017 ein gerichtliches Pfandrecht auf ihren Liegenschaftsanteilen eingetragen. Das ist für Betroffene oft mehr als nur ein juristischer Eintrag. Das Haus wird schwerer verkäuflich, Kredite werden komplizierter, und bei einer Trennung stellt sich sofort die Frage, welcher Vermögenswert überhaupt noch „frei“ ist.

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Nicht nur neue Forderungen sind tabu – auch alte Vollstreckungen können gestoppt werden

Der Kern der Entscheidung ist für Laien überraschend einfach: Seit 1.1.2018 darf auf Vermögen zur Deckung bestimmter Pflegekosten nicht mehr zugegriffen werden. Und dieses Verbot betrifft nicht bloß neue Verfahren. Es kann auch bereits laufende Exekutionen erfassen.

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Warum das gerade bei Scheidung und Vermögensaufteilung brisant ist

Wenn Ehegatten Vermögen aufteilen, steht oft das Haus im Mittelpunkt. Gibt es darauf ein Pfandrecht wegen Pflegekosten, wird der Verkehrswert anders beurteilt. Manchmal wird dadurch ein Ausgleichsbetrag niedriger angesetzt. Manchmal wird der Verkauf überhaupt hinausgeschoben, weil unklar ist, wie hoch die Belastung tatsächlich ist.

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Vier Situationen, in denen Sie jetzt genauer hinschauen sollten

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Was Sie tun können: Anleitung von Ihrem Rechtsanwalt in Wien

  • Bescheide, Exekutionsbeschlüsse und Zahlungsaufforderungen vollständig zusammentragen.
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Mit langjähriger Erfahrung als Rechtsanwalt in Wien erlebt Dr. Pichler regelmäßig, dass gerade alte Belastungen im Grundbuch bei Trennung und Scheidung unterschätzt werden. Nicht jede eingetragene Forderung ist am Ende auch noch durchsetzbar.

FAQ: So suchen Betroffene tatsächlich nach dem Thema

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Zur vollständigen OGH-Entscheidung.


Probleme im Familienrecht? Wir helfen Ihnen.

Unsere Rechtsanwaltskanzlei in 1010 Wien ist auf Familien- und Erbrecht spezialisiert.
Beratungstermin vereinbaren oder anrufen:
01/513 07 00.


Dr. Clemens Pichler

Rechtsanwalt | Spezialist für Familienrecht & Scheidungsrecht in Wien

Dr. Clemens Pichler ist eingetragener Rechtsanwalt in Wien und Gründer der
Pichler Rechtsanwalt GmbH mit Kanzlei in 1010 Wien.
Er begleitet sowohl Männer als auch Frauen durch alle Phasen einer Scheidung –
von der einvernehmlichen Scheidung über streitige Scheidungsverfahren bis hin zu
Obsorge, Unterhalt und Aufteilung des ehelichen Vermögens.

Seit der Kanzleigründung im Jahr 2008 hat Dr. Pichler bereits hunderte Mandanten
in Familienrechtssachen vertreten und Scheidungen vor den Bezirksgerichten
abgewickelt – sowohl einvernehmlich als auch in strittigen Scheidungsverfahren.

Er ist Autor zahlreicher juristischer Fachpublikationen, unter anderem im
Österreichischen Anwaltsblatt, den Fachzeitschriften
ecolex und Recht der Wirtschaft sowie Gastautor in den
Tageszeitungen Die Presse und Der Standard.

Seine wissenschaftlichen Aufsätze werden vom Obersten Gerichtshof (OGH) zitiert,
und er hat als anwaltlicher Vertreter von Parteien zahlreiche Fälle vor dem
Höchstgericht erwirkt.

Seine Expertise im Familienrecht und Scheidungsrecht basiert auf langjähriger
Prozesserfahrung vor österreichischen Familiengerichten sowie auf aktueller
OGH-Rechtsprechung im Familienrecht.