Vermögensaufteilung Scheidung Haus: Warum die Übertragung nicht immer als gerecht gilt

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Vermögensaufteilung Scheidung Haus: Warum das Grundstück oft nicht übertragen wird

Jahrelang wurde das alte Haus im Sommer genutzt, nach der Trennung blieb die Frau dort – und trotzdem bekam sie das Grundstück nicht. Genau an solchen Fällen zeigt sich, wie hart die Vermögensaufteilung bei der Scheidung sein kann, wenn eine Liegenschaft nur auf einen Ehepartner eingetragen ist und Eltern oder Verwandte beim Kauf mitfinanziert haben.

Ein altes Haus, eine Trennung und der Wunsch nach einem Neuanfang

Die Ehefrau und der Mann stritten nach der Scheidung über eine Liegenschaft mit einem sehr alten, kaum bewohnbaren Haus. Gekauft wurde das Grundstück während der Ehe. Im Grundbuch stand aber nur der Mann als Eigentümer.

Warum das Grundbuch bei der Scheidung oft mehr Gewicht hat, als viele denken

Bei der Aufteilung nach der Scheidung geht es nicht darum, mechanisch alles halb zu teilen. Das Gericht muss eine billige, also faire Lösung finden. Grundlage dafür ist vor allem § 83 EheG. Diese Bestimmung sagt vereinfacht: Eheliches Gebrauchsvermögen und eheliche Ersparnisse sind unter Berücksichtigung aller Umstände angemessen aufzuteilen.

Das Geld der Eltern ist nicht automatisch „unser Geld“

Ein zentraler Punkt der Entscheidung betrifft Zuwendungen von Verwandten. Viele Eheleute behandeln Geld von Eltern im Alltag wie gemeinsames Familienvermögen. Im Aufteilungsverfahren wird aber genauer unterschieden.

Die Entscheidung des OGH: Nutzung allein übergewicht die Finanzierung nicht

Die Frau bekämpfte die Entscheidung der ersten beiden Gerichte, blieb aber erfolglos. Der OGH bestätigte die Linie der Vorinstanzen.

Wann dieses Thema für Sie besonders heikel wird

Wenn Sie sich gerade in einer ähnlichen Situation befinden, sollten Sie vor allem auf vier Konstellationen achten:

Ihr Rechtsanwalt in Wien: Welche Unterlagen jetzt den Unterschied machen können

Wer bei der anfallenden Vermögensaufteilung einer Immobilie überzeugen will, benötigt nicht nur gute Argumente, sondern auch Belege.

FAQ: Was Menschen dazu tatsächlich googeln

Zur vollständigen OGH-Entscheidung.


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Dr. Clemens Pichler

Rechtsanwalt | Spezialist für Familienrecht & Scheidungsrecht in Wien

Dr. Clemens Pichler ist eingetragener Rechtsanwalt in Wien und Gründer der
Pichler Rechtsanwalt GmbH mit Kanzlei in 1010 Wien.
Er begleitet sowohl Männer als auch Frauen durch alle Phasen einer Scheidung –
von der einvernehmlichen Scheidung über streitige Scheidungsverfahren bis hin zu
Obsorge, Unterhalt und Aufteilung des ehelichen Vermögens.

Seit der Kanzleigründung im Jahr 2008 hat Dr. Pichler bereits hunderte Mandanten
in Familienrechtssachen vertreten und Scheidungen vor den Bezirksgerichten
abgewickelt – sowohl einvernehmlich als auch in strittigen Scheidungsverfahren.

Er ist Autor zahlreicher juristischer Fachpublikationen, unter anderem im
Österreichischen Anwaltsblatt, den Fachzeitschriften
ecolex und Recht der Wirtschaft sowie Gastautor in den
Tageszeitungen Die Presse und Der Standard.

Seine wissenschaftlichen Aufsätze werden vom Obersten Gerichtshof (OGH) zitiert,
und er hat als anwaltlicher Vertreter von Parteien zahlreiche Fälle vor dem
Höchstgericht erwirkt.

Seine Expertise im Familienrecht und Scheidungsrecht basiert auf langjähriger
Prozesserfahrung vor österreichischen Familiengerichten sowie auf aktueller
OGH-Rechtsprechung im Familienrecht.

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