Überwiegendes Verschulden bei Scheidung: Aktueller OGH-Fall

Kinder im Mittelpunkt – und die Ehe verschwindet? OGH zu Zerrüttung, Verschulden und Scheidungsunterhalt
Manche Ehen enden nicht mit einem großen Knall, sondern mit einem schleichenden Gefühl: Der andere ist zwar noch da, aber als Partner längst nicht mehr erreichbar. In dieser Situation kann es juristisch schwierige Umstände geben, da bei einem überwiegenden Verschulden bei Scheidung erhebliche Auswirkungen entstehen können, insbesondere in Bezug auf den nachehelichen Unterhalt und den Vorwurf, dass der Ehepartner nur noch für die Kinder, den Beruf oder ein anderes Lebensthema präsent ist.
In einem aktuellen Fall aus der Rechtsprechungprovideshat der OGH ein genaueres Bild darüber gegeben, wie Gerichte den Alltag in der Ehe beurteilen. Es geht nicht nur um offene Konflikte, Affären oder Gewalt. Der dauerhafte Rückzug aus der Paarbeziehung kann ebenfalls schwerwiegende Auswirkungen haben. Für viele Betroffene ist diesüberraschend: Eine dedizierte Widmung an die Kinder erscheint auf den ersten Blick verantwortungsvoll, jedoch kann diese Entwicklung im Scheidungsrecht als Eheverfehlung interpretiert werden, sofern für die Partnerschaft nichts mehr übrig bleibt.
Als die Kinder alles wurden – und der Mann nur noch danebenstand
Die Ehe begann mit einem klassischen Modell: Die Frau blieb zu Hause und betreute die Kinder, der Mann arbeitete. Solche Vereinbarungen…
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