Gilt ein ungewöhnlich platziertes Testament im Scheidungsfall? Rechtliche Aufklärung

Testament auf dem Kuvert: Reicht eine Unterschrift oben rechts wirklich aus?
Ein hastig beschriebener Kuvert-Rücken, ein „%“-Zeichen und eine Unterschrift an ungewohnter Stelle – am Ende hing genau daran, wer erben soll, besonders im Kontext des Ungewöhnlich platziertes Testament im Scheidungsfall.
Gerade nach Trennung, Scheidung oder beim Beginn einer neuen Beziehung werden Testamente oft schnell geändert. Viele Menschen greifen dann zum erstbesten Blatt Papier – oder eben zu einem Kuvert. Was nach einer pragmatischen Notlösung aussieht, kann später jahrelangen Streit auslösen. Besonders heikel wird es, wenn die Unterschrift nicht dort steht, wo man sie erwarten würde: direkt unter dem Text.
Ein Beschluss des Obersten Gerichtshofs zeigt, dass ein eigenhändiges Testament nicht automatisch unwirksam ist, nur weil die Unterschrift ungewöhnlich platziert wurde. Entscheidend ist etwas anderes: Schließt die Unterschrift den Text nach außen erkennbar ab, und wollte die verstorbene Person damit tatsächlich rechtsverbindlich testieren? Zur vollständigen OGH-Entscheidung
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